Projektgruppe Energie der Lokalen Agenda 21 Trier e.V.

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Sonnenaufgang

Fragen & Antworten

zum Thema Photovoltaik

Was versteht man unter Photovoltaik?

Unter Photovoltaik oder Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich Sonnenenergie, in elektrische Energie. Sie ist seit 1958 zunächst in der Energieversorgung von Weltraumsatelliten mittels Solarzellen im Einsatz. Mittlerweile wird sie zur Stromerzeugung auf der ganzen Welt eingesetzt und findet Anwendung auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, an Schallschutzwänden oder auf Freiflächen. Der Name setzt sich aus den Bestandteilen Photos – das griechische Wort für Licht – und Volta – nach Alessandro Volta, einem Pionier der Elektrotechnik – zusammen. Die Photovoltaik gilt als Teilbereich der umfassenderen Solartechnik, die auch andere technische Nutzungen der Sonnenenergie einschließt.

Ausgelöst durch die Energiekrisen in den 1970er Jahren und das gestiegene Umweltbewusstsein wird verstärkt politisch versucht, die Erschließung dieses Energiewandlers durch technische Fortschritte auch wirtschaftlich interessant zu machen. Führend sind hierbei die USA, Japan und auch die Bundesrepublik Deutschland, welche mit gesetzlichen Maßnahmen wie dem 100.000-Dächer-Programm und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhebliche finanzielle Anreize bietet.
Das 100.000-Dächer-Programm lief Mitte 2003 aus und wurde Anfang 2004 durch die Änderung beziehungsweise Novellierung des EEG kompensiert. Die Einspeisevergütung wurde entsprechend angehoben.
Im Jahr 2005 erreicht die Gesamtleistung der in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen 1 Gigawattpeak. Die als Licht und Wärme auf die Erde auftreffende Menge an Sonnenenergie beträgt jährlich 1,5 x 1018kWh; dies entspricht in etwa dem 15.000-fachen des gesamten Primärenergieverbrauchs der Menschheit im Jahre 2006 (1,0 1014 kWh/Jahr). Der Lichtenergieeintrag durch die Sonne beträgt pro Jahr etwa 1,1 x 1018 kWh. Diese Strahlungsenergie kann prinzipiell aufgefangen und in Elektrizität umgewandelt werden, ohne dass Nebenprodukte wie Abgase (beispielsweise Kohlendioxid) entstehen.

Wie hoch ist meine Rendite?

Bei der geplanten Anlage werden Renditen bis über 5% erzielt. Die gesetzlich geregelte Einspeisevergütung über 20 Jahre garantiert darüber hinaus eine langfristige Sicherheit, die die Festschreibungszeiträume herkömmlicher Kapitalanlagen weit übertrifft.

Wieviel Eigenkapital brauche ich?

Sie können bis zu 100% Ihres Investitionsbeitrags über die Umweltprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) finanzieren. Der aktuelle Zinssatz liegt um 4,00% (je nach Förderprogramm und Laufzeit).

Wie groß soll meine Anlage sein?

Die Größe Ihrer PV-Anlage ist individuell planbar. Sie hängt von Ihrem Investitionsvolumen ab. Je nach Höhe Ihrer Einlage können Sie eine eigene Anlage auf dem gemeinschaftlich genutzten Dach betreiben, oder Sie beteiligen sich mit einer kleineren Summe an einer Gemeinschaftsanlage, die ebenfalls auf dem gemeinsamen Dach installiert ist.

Was ist eine Gemeinschaftsanlage?

Entschließen Sie sich zu einer Beteiligung an einer Gemeinschaftsanlage, wird in der Regel eine GbR gegründet. Die Verwaltung kann von einem der Betreiber übernommen werden. Weitere Möglichkeiten sind die Gründung eines Vereins oder bei sehr großen Anlagen die einer GmbH oder einer GmbH & Co KG. Derzeit sind auch Genossenschaften als Betreiber von PV-Anlagen sehr beliebt.